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Stefanie von Wietersheim Erfahrungsbericht

[Stefanie von Wietersheim]

Ich wollte immer mit Schreiben mein Geld verdienen, in verschiedenen Ländern leben - und meinen Lesern spannende Geschichten erzählen. Es war das Glück meines Lebens, dass ich das international ausgerichtete Kulturwirt-Studium in Passau mit dem PNP-Stipendium verbinden konnte und nach fünf Jahren von hier mit guten Sprachkenntnissen in die Welt zog.

Nach der Grundausbildung in den verschiedenen Ressorts der PNP waren für mich die durch das Stipendiatenprogramm vermittelten externen Praktika entscheidend: In der Reiseredaktion der Süddeutschen Zeitung wurde ich gleich nach Marokko geschickt, in der Münchner Abendzeitung lernte ich viel über die Bedeutung von Auflagen und Themengestaltung. Schließlich konnte ich als freie Mitarbeiterin bei einem Filmproduzenten arbeiten, wo ich Drehbücher schrieb, Film- und Ausstellungskonzepte realisierte und lernte, mit Auftraggebern zu verhandeln.

Wenn man sein Handwerk gelernt hat wie bei der PNP, ist diese Ausbildung eine Tür zur Welt: die Technik von Recherche, Interview und auch bildlicher Umsetzung ist in allen Ländern ähnlich. Und je mehr Sprachen man beherrscht, umso besser. "Mach die Augen auf und hol die Themen von der Straße" sagten meine Ausbilder in den Passauer Redaktionen - und genau das tue ich seit zehn Jahren jeden Tag. Heute arbeite ich u.a. als internationale Korrespondentin für das Hochglanz-Magazin Brigitte von Boch LIVING, schreibe Geschichten über Haute Couture, Design, Kunsthandwerk und ungewöhnliche Reiseziele, organisiere die Shootings für unsere Fotografen, recherchiere auch Geschichten außerhalb Europas, zum Beispiel über Paläste in Radjasthan oder die besten Antiquitätenhändler in New York. Die Zusammenarbeit mit den Fotografen vor Ort ist faszinierend, denn wir können gemeinsam eine Vision des Themas entwickeln und umsetzen. Wenn ich zum Hausparfümeur von Hermès nach Grasse fahre oder Coco Chanels Pariser Apartememt in der rue Cambon für eine Reportage besuche, kommt mir die fundierte Ausbildung bei der PNP zugute. Denn ich habe als Stipendiatin gelernt, mit den unterschiedlichsten Menschen umzugehen, mich in ungewohnten Situationen zu beweisen und alle Genres der Schreibe zu beherrschen: ich erinnere mich gerne an die Begegnung mit dem Totengräber in Zwiesel, an das Interview mit dem polnischen Außenminister Wladyslaw Bartozewski, an die Konzertkritiken der "Europäischen Wochen" - auch an die Herausforderung: wie schreibe ich einen schönen Wetterbericht, wenn Dauerregen angesagt ist?

Neben dem Tages- und Magazinjournalismus habe ich begonnen, Bücher über Frankreich zu schreiben und Buchkonzepte für Bildbände zu machen. Für mich ist Journalismus mehr als ein Beruf: Eine Berufung, für die man manchmal ein unbequemes Leben, finanzielle Unsicherheit und verrückte Arbeitszeiten in Kauf nehmen muss. Dafür ist Schreiben so schön wie Fliegen, denn wenn man möchte, gehört einem die ganze Welt. Texte entstehen in Schanghai, in Paris, New York und Bangalore oder in einem gottverlassenen Pyrenäendorf. Per Mausklick sausen die Artikel in die deutschsprachigen Redaktionen - und die Welt reist zu den Lesern.


Alle Erfahrungsberichte finden Sie [hier].


DAS SAGEN EXPERTEN...

Philip HedemannPhilip Hedemann,
ehemaliger Stipendiat


"In Vorstellungsgesprächen musste ich zwar stets erklären, was es mit dem Ausbildungsprogramm auf sich hat, die Kombination von wissenschaftlicher und praktischer Ausbildung hat jedoch stets überzeugt."


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